Ronsberg

 

Ebersbach

 

Willofs

 
Geschichte Ronsbergs        

Schon vor dem Jahr 1130 errichteten die Grafen von Ursin (Irsee) eine Burg oberhalb von Ronsberg, in die natürlich eine Kapelle integriert war. Die Reste dieser Burgkapelle sind im Ostteil der jetzigen Bergkirche erhalten. Links vom Altar ist noch der Tabernakel aus dem späten 15. Jahrhundert zu sehen. Über dem Altar kann man eine Pieta aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und darüber eine barocke Kreuzigungsgruppe bewundern.

1816 wurde Ronsberg eine selbständige Pfarrei und die inzwischen vergrößerte Burgkapelle diente als Pfarrkirche. Nach jahrzehntelangem Ringen konnte endlich 1845 in Ronsberg selbst eine Pfarrkirche errichtet werden (1857 durch den Augsburger Bischof Michael von Deinlein geweiht).

Das Langhaus der Bergkirche wurde 1853 abgebrochen und aus dem Altarraum eine achteckige Kapelle gebaut.

1960 wurde die neuromanische Pfarrkirche abgebrochen und das heutige moderne Gotteshaus errichtet. (1962 durch Bischof Josef Freundorfer geweiht).

 
                   

Besonderheiten

Kreuzpartikel

Die Kirche besitzt ein spätgotisches Kreuzreliquiar, das schon in der alten Burgkapelle vor rund 500 Jahren zum Wettersegen verwendet wurde. Die Reliquie selbst werden die einst mächtigen Burgherren beschafft haben.

Gemälde von Johannes Kaspar

An den Wänden der modernen Ronsberger Pfarrkirche hängen mehrere Gemälde des großen schwäbischen Nazarener Malers Johannes Kaspar aus Obergünzburg. Der an der Kunstakadamie in München ausgebildete Künstler war tief fromm und verstand seine Malkunst als Verkündigung des Evangeliums. Oft völlig selbstlos fertigte er zahlreiche Bilder, die bis im Heiligen Land und in Syrien verbreitet sind.

Auch die Pfarrkirche in Willofs und vor allem in Ebersbach besitzen eindrucksvolle Gemälde dieses Meisters.

Mosaikhintergrund

An Kirchweih 2005 konnte für die neugotische Muttergottesfigur ein aussagekräftiger Mosaikhintergrund geweiht werden. Das von der Münchner Hofkunstanstalt geschaffene Kunstwerk wurde von dem Künstler Bruder Benedikt aus Ingolstadt entworfen. Es stellt die in der Apokalypse beschriebene Auseinandersetzung der Mächte des Bösen mit Maria und ihrem göttlichen Kind dar.

"Die Frau von der Sonne umstrahlt, einen Kranz von 12 Sternen um ihr Haupt und den Mond unter ihren Füßen" ist die Siegerin. (Die Sonne ist das Symbol für den siegreichen Christus, das Licht der Welt. Die 12 Sterne bedeuten die 12 Stämme Israels, das Volk Gottes, das in der Kirche weiterlebt. Der Mond unter ihren Füßen versinnbildlicht die besiegte Macht der Finsternis).

 

 
Alte Bilder von Ronsberg  
Alte Pfarrkirche
 
Alte Pfarrkirche - Innenansicht
Pfarrer Mangold mit Ministranten
Letzter Gottesdienst in der alten Kirche
       
Ronsberg 1929
 
Ronsberg 1959